Eurythmie

So viele Fragen bewegen mich ...
wie stehe ich da?
wie bewege ich mich?
was drücke ich darin aus?
wie nehme ich den Anderen dabei wahr?
was bewege ich selbst - in der Welt ...?
Im Bewegungsfach Eurythmie werden durch alle Altersstufen hindurch besonders soziale Kompetenzen und Geistesgegenwart erübt. Musikalisches und Sprachliches, künstlerisch-pädagogisch erarbeitet, sind hierzu Mittel und Inhalt.
Die Eurythmie ist vom künstlerischen Ausdruck zwischen Tanz und Pantomime anzusiedeln. Ihre Ausdrucksformen sind Gruppenbewegungen im Raum, Arm- , Bein- und Kopfbewegungen und Körperhaltungen. Diese werden dem Text oder Musikstück entsprechend als Ausdruck von Lauten, Rhythmen, Farben, Gefühlsnuancen und musikalischen Motiven, Tönen, Akkorden und Taktarten eingesetzt.
Folgendes erreichen wir pädagogisch damit:
- Die Verbindung von gesprochenem Wort mit der Bewegung unterstützt die Entwicklung von Sprach- und Ausdrucksvermögen. Der Rhythmus dient als belebendes Element und erfrischt die Aufnahmekapazität.
- Verschiedene gleichzeitig ablaufende Vorgänge wie zum Beispiel motivische Gliederung, geometrische Gesetze plus eigene Bewegungsgestaltung fördern prozessuales Denken, Wahrnehmen und Handeln und räumliches Vorstellungsvermögen.
- Verständnis für den Zusammenhang einerseits und meinen speziellen Part anderseits schulen die Fähigkeit zu relativieren (besonders wichtig in der Pubertät).
- Der Umgang mit den eigenen Emotionen wird geübt.
- Die soziale Wahrnehmung wird geschult durch das Arbeiten in Gruppen: Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl wird gestärkt.
- Durch Aufführungen wird dies alles intensiviert und "stressfest" gemacht. Ganz nebenbei lernen die Schülerinnen und Schüler ein ganzes Repertoire an Musikstücken und Gedichten.
Ihren Höhepunkt und Abschluss findet der Eurythmie-Unterricht im Künstlerischen Abschluss in der 12. Klasse, bei dem große Gruppenchoreographien, aber auch Einzeldarstellungen gezeigt werden.
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