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Halbjahresarbeiten/Jahresarbeiten Klassenspiele / Theaterproduktionen Zirkusprojekt "Zirkus Globulini" Künstlerischer Abschluss Musik an der Schule Praktika Eurythmie Plastizieren/Malerei Handarbeit/Gartenbau/Werkunterricht

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Jahresarbeiten/Halbjahresarbeiten
In einer Zeit, in welcher Vorgaben von außen immer stärker werden, stellt die Jahresarbeit die Chance dar, Eigeninitiative zu entwickeln und zu verwirklichen. Die Wahl der Aufgabenstellung, das Thema selbst, ist weitestgehend freigestellt; die zu bewältigenden Anforder ungen ergeben sich aus der gewählten Thematik in der Regel von selbst.
Seit über 30 Jahren gehören die Jahresarbeiten der 12. Klassen zum Kanon der Oberstufenzeit unserer Schule. Bei den Darstellungen der Jahres-arbeiten unserer 12.-Klässler können die Besucher erleben, wie groß die Bandbreite der Fähigkeiten ist, die sich die Jugendlichen im Lauf der zwölf Schuljahre innerhalb und außerhalb der Waldorfschule erworben haben. Jeder Schüler wählt sich dafür selbst seinen Betreuungslehrer, der in Ausnahmen auch von außerhalb kommen kann.
Dem Pratkischen Teil wird eine schriftliche Dokumentation beigelegt, an einem Stand wird die Arbeit präsentiert und es wird ein Referat von ca. 20 Minuten eingefordert. Die Leistung wird in einer detaillierten Beurteilung des Betreuungs-lehrers im Zeugnis vermerkt. Die Jahresarbeiten finden zumeist vor den Oster- oder Pfingstferien statt.
Die Halbjahresarbeit findet in der 8. Klasse statt. Sie ist weniger umfangreich, hat aber ein ähnliches Anliegen. |

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Klassenspiele / Theaterproduktionen
     
„Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Dieser Satz […] wird […] eine große Bedeutung erhalten […]; er wird, ich verspreche es Ihnen, das ganze Gebäude der ästhetischen Kunst und der noch schwierigern Lebenskunst tragen.“
(Friedrich Schiller)
Friedrich Schiller deutet in seiner Schrift "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" auf einen Zusammenhang hin, der für die Erziehung in der Waldorfschule von zentraler Bedeutung ist: Die künstlerische Betätigung und also auch das dramatische Spielen tragen in ganz hervorragender Weise zur Menschenbildung bei.
Schon in der ersten Klasse werden kleine Spiele einstudiert und aufgeführt, die oft eher chorischen Charakter haben, später differenzieren sich diese Spiele immer mehr aus, die einzelnen Rollen werden komplexer und die Herausforderungen für die Schüler steigen damit. Ein erster Höhepunkt wird in der achten Klasse mit dem Klassenspiel erreicht, bei dem alle Schüler ein Theaterstück wie z.B. Shakespeares `Sommernachtstraum´ auf die Bühne bringen (hier zum Beispiel die Klasse 8a, die eben jenen "Sommernachtstraum" als Klassenspiel ausgewählt hatte: ---> Fotos der Aufführung)
Gegen Ende der Oberstufen-Zeit haben Schüler und Lehrer dann die Möglichkeit das in zwölf Jahren erworbene künstlerische und handwerkliche Können und Wissen in einer großen Theaterproduktion der Öffentlichkeit zu präsentieren (als Beispiel die Klassen 12 FH und FHR in einer gemeinsamen Produktion des "Faust": ---> Fotos der Aufführung)
Die künstlerische Realisation auf der Bühne fordert von allen Beteiligten Geduld, Konzentration und Selbstkritik. Das seelische Erarbeiten einer Lebensproblematik verlangt Interesse und Liebe für das Wesen des Anderen. An der Qualität und der Stimmigkeit des Erarbeiteten und Dargestellten erlebt der Jugendliche von der Sache her schließlich Korrektur und Wandlungsaufforderung an sich selbst: Und er erlebt sich eben da tief befriedigt als ganzer Mensch, weil er spielt.
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Zirkusprojekt "Zirkus Globulini"
*** „Zirkus ist in seiner farbenfrohen überschäumenden Lebensfreude ein Stern, den wir uns vom Himmel gepflückt haben. Zirkus wird immer etwas Besonderes sein.“
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Vor mehr als 15 Jahren wurde der Zirkus Globulini gegründet und ist aus unserer Schule nicht mehr wegzudenken! Zirkuspädagogik zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt an Bewegungs- und Gestaltungsmöglichkeiten aus. Sie wirkt in viele Bereiche der Persönlichkeit und des Charakters hinein und deckt somit viele Lehrplanziele auf spielerische Weise ab.
Trotz der großen Aktivität bei den Aufführungen steht naütlich die pädagogische Konzeption im Mittelpunkt der Arbeit. "Zirkus-Üben" hilft mit, die Körperbeweglichkeit, die eigene Gefühlswelt und Kreativität sowie das soziale Verhalten weiter zu entwickeln. Diese erworbenen "Basisfähigkeiten" wirken erwiesenermaßen stabilisierend gegenüber Sucht, Zerstörungswut, Aggressivität und Langeweile.
... positive Aspekte der Zirkusarbeit:
• Körperbeherrschung durch spielerische Methoden; • Konzentrationsschulung durch intensives artistisches Training; • Verstärkung der Koordination zwischen Augen und Händen beim Jonglieren; • existentielle Verantwortung für die Partner übernehmen in einer Pyramidengruppe; • diszipliniertes, selbständiges Arbeiten lernen beim Üben, alleine und in einer Gruppe; • Anregung der spielerischen Kreativität beim Improvisieren und Clownspielen; • Gemeinschaftserlebnisse bei den Aufführungen und in der Übgruppe; • eigenständiges Organisieren lernen bei kleineren Auftritten; • pädagogische Verantwortung übernehmen als Trainer für die jüngeren Schüler; • organisatorische Fähigkeiten erwerben durch die Mitarbeit in der Zirkusführung.
Inzwischen ist der Zirkus Globulini in der Ganztagesschule integriert. Schüler der Klassen 5 wählen zwischen Sport und Zirkus. Sie gestalten ein eigenständiges Programm. Die Schüler der Klassen 5 – 8 können in diesem Schuljahr wählen, ob sie in den Zirkus gehen oder sich im musikalischen Bereich engagieren. Auch Schüler der Klassen 9 bis 12 nehmen inzwischen als Betreuer, aber auch als Aufführende im Zirkus teil. Zur Betreuung der Zirkusschüler steht ein Zirkusteam zur Verfügung, das sich aus Lehrern der Schule, Eltern und Schülern zusammensetzt.
Das Zirkusorchester besteht aus Eltern und Schülern und verbindet und unterstützt die Zirkusnummern musikalisch. Es wird von Michael Ohlhäuser geleitet und ist während der ganzen Aufführungswoche im Einsatz.
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Künstlerischer Abschluss
Der Künstlerische Abschluss ist ein fester Bestandteil der 12.Klasse. Hier wird das Erlernte in den künstlerischen Fächern in einem festlichem Rahmen in einer Aufführung und Ausstellung abgerundet. Der Fachbereich Eurythmie, findet seinen Abschluss in der Darstellung von Einzelleistungen sowie in großen Gruppenchoreographien. Deutsche und fremdsprachliche Rezitationen sowie Arbeiten aus dem Musikunterricht ergänzen die Präsentation.
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Musik an der Schule
Chor
Das "Montags-Singen": Zum "Montags-Singen" treffen sich die 3. und 4. Klassen zu Beginn des Hauptunterrichtes. Es werden Lieder und Kanons zum Jahres-und Festeskreis miteinander gesungen. Das Singen im großen Kreis mit über hundert Kindern ist erstes Chorerlebnis.
Der 5./ 6.Klassen - Chor:
 Das jährliche Adventskonzert gestalten die 5. und 6. Klassen, das weihnachtliche Programm dafür wird mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht erarbeitet.
Der Mittelstufenchor:
In den 6./ 7.und 8. Klassen bilden die Schüler, die gerne singen, den Mittelstufenchor. Neue musikalische Gebiete (Stimmbildung, anspruchsvolle Mehrstimmigkeit, internationale Folklore u.a. ) fördern in einer wöchentlichen Doppelstunde neben der musikalischen in besonderem Maße auch die soziale Kompetenz.
Der Oberstufenchor: Im Oberstufenchor singen die Schüler der Klassen 9 bis 12, die nicht im Oberstufenorchester sind ( Klassen 9 und 10 verpflichtend - 11 und 12 freiwillig). In einer Wochen-Doppelstunde erarbeiten sie sich Programme für die jeweiligen Anlässe. Die Schüler erleben vokale Musikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart und stellen ihre Arbeit, die durch eine Chorfahrt - sowohl musikalisch wie sozial - den Feinschliff erhält, im Rahmen der Schulkonzerte vor.
Orchester
Die Streicherklasse In der 2. Klasse können Kinder, die gerne ein Streichinstrument lernen wollen, ihre ersten Erfahrungen im Streicherklassenunterricht machen. Ein gemeinsamer Geigen - und Cellounterricht findet zweimal in der Woche mit Instrumentallehrern statt. So werden die Anfänge des Geigen - und Cellospiels in spielerischer Form unterrichtet, und die Kinder lernen in der Gruppe aufeinander zu hören und zu reagieren. Dieser Unterricht wird von den Eltern extra bezahlt.
Das Mittelstufenorchester Für alle Kinder der 5. bis 8.Klasse, die ein Streichinstrument spielen, gibt es das Mittelstufenorchester mit einer Doppelstunde pro Woche. Hier wird das Interesse für die barocke und klassische Musik geweckt. Im gemeinsamen Musizieren wird das soziale und musikalische Miteinander geübt und Vielseitigkeit gefördert. Auf einer Orchesterfahrt wird die Probenarbeit intensiviert und das Ergebnis in Konzerten oder Umrahmungen von Feiern vorgestellt.
Das Oberstufenorchester Neben dem Oberstufenchor gibt es für die Schüler der Klassen 9 bis 12 das Oberstufenorchester, das die Arbeit aus der Mittelstufe weiterführt. Es arbeitet in der Besetzung variabel vom kleinen Kammerensemble bis zum Sinfonieorchester. Über Barock zum Jazz und zur zeitgenössischen Musik spannt sich der Arbeitsbogen. Durch Orchesterfahrten wird die wöchentliche Probenarbeit vervollkommnet und dann im Konzert dargeboten.
Privatmusikunterricht Der Schule liegt viel daran, dass die Kinder ein Musikinstrument erlernen, da das Denk - und Hörvermögen und die Disziplin dadurch stark gefördert werden. So stellt die Schule nach ihren Möglichkeiten für die Privatmusiklehrer nachmittags Räume zur Verfügung, so dass Kinder neben den Musikschulen hier ein Instrument erlernen können.
Die Hausmusik In der "Hausmusik"( schulöffentliche Musizierstunde) können die Schüler sich musikalisch präsentieren und vor Publikum solistisch oder in kleiner Besetzung Erübtes darbieten und Konzerterfahrungen sammeln.
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Praktika
In unserer industrialisierten und arbeitsteiligen Welt haben die jungen Menschen kaum noch Gelegenheit, praktische Lebenserfahrungen zu sammeln. Mit unseren Praktikas versuchen wir unseren Schülern Erfahrungen zu vermitteln, die zu einer „Lebensschulung“ gehören, im Schulalltag aber nicht „erlernt“ werden können.
Das Landwirtschafts-Praktikum: Das Landwirtschafts-Praktikum findet am Ende der 9. Klasse statt. Es dauert in der Regel 3-4 Wochen. In dieser zeit lernen die Jugendlichen auf biologisch- dynamisch wirtschaftenden Höfen den Beruf des Landwirten kennen. Sie erleben den nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen und wie eng verbunden der Mensch mit der Erde ist. Sie begegnen dabei in lebendigen Zusammenhängen Inhalten, die sie in den Fächern wie Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik bisher nur theoretisch bearbeitet haben. In dieser Zeit sind die Schüler in die Notwendigkeit eines im Wirtschaftsleben stehenden Betriebes mit eingebunden. Neben den praktischen Tätigkeiten lernen sie auch im sozialen Miteinander einer Hofgemeinschaft.
Das Vermessungs-Praktikum: Das Vermessungs-Praktikum findet in der 10. Klasse statt. Dies hat zwei Gründe: Zur Durchführung der Messungen im Gelände gehört auch die theoretische Nachberechnung der vermessenen Strecken und Winkeln, was die Kenntnis der Trigonometrie zur Voraussetzung hat, die in der zehnten Klasse unterrichtet wird. Das Praktikum dient aber auch dazu, eine gemeinschaftliche Arbeit in einer Gruppe von drei bis vier Schülern zu erbringen. Dies setzt die Bereitschaft voraus, sich mit seinen Teamkollegen zu arrangieren und sich auf die Fähigkeiten und Belange des einzelnen Mitgliedes einzulassen. Gerade der zweite Punkt führt oft zu Spannungen innerhalb einer Gruppe, die erlebt und ausgetragen werden müssen. Letztlich wird dadurch aber auch ein Beitrag zu sozialer Kompetenz geleistet.
Das Betriebs-Praktikum: In der 10. Klasse wird ein zumeist dreiwöchiges Betriebs-Praktikum durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in der Industrie, im Einzelhandel, in Arztpraxen und im Handwerksbereich. Sie lernen so wichtige Arbeitsprozesse kennen, können ihre Fähigkeiten testen und lernen im Team zu arbeiten. Für viele Schülerinnen und Schüler ist es eine Berufsorientierung.
Das Sozial-Praktikum: Die Schülerinnen und Schüler unserer 11. Klassen absolvieren ein dreiwöchiges Sozialpraktikum. Sie besuchen in der Regel eine der fünf Camphill-Dorfgemeinschaften im Bodenseegebiet, leben und arbeiten gemeinsam mit den betreuten Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Aber auch Praktikumsplätze in anderen sozialen Einrichtungen, etwa der Pforzheimer Lebenshilfe oder der Caritas, werden gerne angenommen. Einige Schüler nutzen die Gelegenheit, das Sozialpraktikum mit einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt zu verbinden. Im Umgang mit behinderten Menschen erkennen die Schüler Einseitigkeiten an sich selbst; sie erfahren, dass die Grenzen zwischen "behindert" und "normal" fließend sind, dass dieses Urteil oft vom Standpunkt des Betrachters abhängt. Sie setzen sich mit Schicksalsfragen auseinander und lernen die besonderen Qualitäten der Betreuten kennen: die Behinderung verschwindet schließlich aus dem Blickfeld und es tritt der Mitmensch hervor. Die Vielfalt der Anregungen und Menschenbegegnungen, helfen ihnen, ihr eigenes biografisches Motiv zu finden und ihre sozialen Fähigkeiten zu schulen. Ehemalige Schüler betonen oft die zentrale Bedeutung dieses Praktikums für ihren späteren Lebensweg.
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Eurythmie
Allgemeine Unterrichtsziele für die 1. bis 8. Schulstufe
Als die erste Freie Waldorfschule in Stuttgart 1919 gegründet wurde, gab es von Beginn an die "Eurythmische Kunst" für alle Klassenstufen. Eurythmie, den Alterns- und Lebensstufen entsprechend eingesetzt, ist eine wichtige Helferin zur Menschenbildung. Sie ergreift den Leib durch beseelte Bewegung und fügt so das Seelisch-Geistige mit dem Leiblichen in ein harmonisches Verhältnis. Gegenüber dem Turnen, das andere Funktionen bei dem Ergreifen und Ertüchtigen des Körpers zu erfüllen hat, kommt es bei der Eurythmie einerseits auf die seelische Anteilnahme an, mit der die Bewegung ausgeführt wird, andererseits auf die Tatsache, dass den Bewegungen objektive Gesetzmäßigkeiten zugrundeliegen.
Ursprünglich waren Sprache, Gesang und menschliche Bewegung eine umfassende Einheit. Hört der Mensch dem gesprochenen Wort zu, gerät er in seiner Seele in Bewegung, spricht er selbst, ist er in seinem Inneren mitbewegend tätig. Diese inneren Bewegungsintentionen, welche im sprechenden und hörenden Menschen entstehen, wurden seinerzeit durch Rudolf Steiner wahrgenommen und daraus entstand eine Gebärdensprache des ganzen Menschen als "sichtbare Sprache".
Aus jeder Vokalgebärde spricht eine anders tönende und gefärbte Seelenqualität (Staunen, Bewundern, Sich-Behaupten, Furch, Freude), aus jeder Konsonantenbewegung differenzierende, plastizierende Bilderkraft. Der erlebende Mensch, vor allem das Kind, schlüpft gleichsam in die unterschiedlichen Bewegungen der belebenden Bilderkräfte hinein und erfährt zum Beispiel im Sausen des Windes "S", in der Wellenbewegung des Wassers "W", im Wachsen und sich Entfalten der Pflanzen die "L"-Bewegung. Jeder Laut spricht sich in seiner charakteristischen Urform und spezifischen Bewegung aus.
Ein weiteres Element der Sprache ist das Rhythmische der Sprachbewegung, einmal im metrischen Versmaß (z. B. beim Hexameter), im freieren Wechsel von Hebung und Senkung (Alliteration), in der Wiederholung von Lautklängen (Reim). Rhythmische Sprachbewegung lebt im Atem des Menschen (zusammenziehend - ausdehnend, stauend - lösend).
In den Gruppenformen ist die Konzentration auf das eigene Tun stets verbunden mit sozialem Einfühlungsvermögen für die Bewegung der anderen; erst wenn beides gelingt, erlebt das Kind die Freude an dem gemeinsamen Bewegungsstrom.
Allgemeine Unterrichtsziele für die 9. bis 12. Schulstufe
Am Beginn der Oberstufe vollzieht sich in der Methode ein deutlicher Umschwung. Was bisher geübt und immer stärker mit Bewusstsein durchdrungen wurde, wird nun von erkenntnismäßiger Warte aus neu ergriffen und gestaltet. So werden Texte bzw. Musikstücke in gesetzmäßigen Formen oder frei choreographiert umgesetzt. Zweierlei wird nun angestrebt: Einerseits soll die Bewegungsschulung vertieft, der Bewegungsausdruck beherrscht werden im Sinne der Selbsterziehung; zum anderen soll der junge Mensch die Eurythmie ausüben und erfahren als "expressionistische Kunst".
Die pädagogischen Überlegungen gehen nun von den Konzentrationsübungen stärker in dynamische Bewegung über. Das Bewegen im Raum wandelt sich vom streng Geometrischen zu künstlerisch frei gestalteten Formen. Das Übernehmen des vom Lehrer Vorgebildeten soll weitgehend zurücktreten und dem inneren Engagement und Gestaltungsvermögen der Schüler Raum geben. Der Schüler soll wach und eigenständig mit den Elementen umgehen lernen.
Plastizieren/Malerei ..
Handarbeit/Gartenbau/Werkunterricht
„Die Form ist schon drin, Du musst sie nur noch herausholen.“ In der Sechsten Klasse beginnen wir mit dem Werkunterricht derart, dass wir mit den zu Taten drängenden, wissbegierigen Kindern erst einmal über die Bäume sprechen: Was ist das für ein merkwürdiges Wesen, so ein Baum? Wie viele Baumarten kennt ihr? Wo und in welcher Form begegnen wir ihnen und was bringen sie alles hervor? Holz für Schiffe, Häuser, Möbel, Kunst, Werkzeuge, Instrumente, Früchte usw. in unendlichen Variationen und als Allerwichtigstes: die Luft zum Atmen. Schon die vor die Seele gestellten Eigenschaften von Holz und Baumfrüchten lassen die Kinder spüren, dass wir es hier mit einem ganz besonderen, für die Menschen nützlichen Wesen zu tun haben, dem wir unser Leben verdanken: ohne Baum gibt es keinen Menschen, kein Leben. Nun gilt es mit diesem so nahe stehenden Wesen Freundschaft zu schließen, es sinnvoll wesensgerecht zu nutzen. Was für Eigenschaften hat es? Dazu müssen wir es näher kennen lernen, uns ihm annähern.
Der Gartenbau-Unterricht ist hauptsächlich praxisorientiert und bietet so den Schülern einen "handfesten" Ausgleich zu den so genannten Lernfächern (---> Schulgarten). Viele Schüler finden hier beim Gestecke und Sträuße anfertigen, Wege pflastern, Beete graben, Holz für den Winter hacken usw. eine Anerkennung, die sie in dieser schwierigen Entwicklungsperiode dringend brauchen. Neben der Heranführung an das Lebendige wird besonderen Wert auf das selbständige Ausführen der Arbeiten gelegt, um so eine Grundsicherheit im eigenen Tun zu erwerben. Rudolf Steiner hat in seinem Lehrplan den Gartenbauunterricht schwerpunktmäßig in die Zeit der pubertären Wandlung gelegt.
Durch die praktische, sinnvolle Arbeit an der Erde hat er in diesen Jahren der Wirrungen einen festen Punkt gesetzt. Klarem Wollen folgt die Tat - der Tat das Ergebnis. Der Schüler erfährt eine direkte Korrektur durch die Arbeit, im Zeitalter der virtuellen Scheinwirklichkeit ist dies nötiger denn je.
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