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UNESCO-Auszeichnung

Goetheschule erhält Auszeichnung für "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

UNESCO Logo Offizielles Projekt der WeltdekadeMitglieder des Kollegiums halten die Auszeichnung in Händen

Eingebettet in die Veranstaltung diskutierten in einem Podiumsgespräch zum UNESCO Jahresthema „Geld und Bildung für nachhaltige Entwicklung“diskutierten ...

... Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky von der Universität Bonn mit Dr. Nico Paech von der UniversitätPodiumsdiskusstion zum UNESCO Jahresthema Oldenburg die verschiedenen Aspekte dieses Themas und die Konsequenzen daraus sowohl den Privathaushalt als auch für den globalen Wirtschaftszusammenhang. Die Moderation führte Prof. Dr. Georg Müller-Christ von der Universität Bremen.

Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission überreichten im Anschluss daran 86 Projekten, die im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung wertvolle Arbeit leisten, die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt 2010/2011 und stellten diese den zahlreichen Besuchern der Veranstaltung vor.

Die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) für die Jahre 2005 bis 2014 ist ein Aufruf der Vereinten Nationen, der ursprünglich aus dem Impuls des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (2002), zehn Jahre nach Rio entstanden ist. Damit haben sich die UN-Mitgliedsstaaten in einer Resolution verpflichtet, in diesen zehn Jahren besonders intensive Anstrengungen zu unternehmen, um das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern.

Auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages wird die Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) koordiniert. Dieses Nationalkomitee setzt sich aus 30 Vertretern von Bundesministerien, des Parlaments der Länder, Nichtregierungsorganisationen, Medien, Privatwirtschaft und der Wissenschaft zusammen. Insgesamt wurden 86 Projekte ausgezeichnet

Die Umsetzung der Dekade steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland Horst Köhler und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Wissen über die globale Zusammenhänge und Herausforderungen im Sinne von Ökonomie, Ökologie und Soziales. Sie versetzt Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.

Die Goetheschule Freie Waldorfschule Pforzheim erhielt die Auszeichnung der UNESCO für die systemische Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht und Schulalltag.

 

Foto mit Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission

Deren Umsetzung knüpft an der Goetheschule an drei thematische Stränge, die innerschulisch weitere Anbindungen finden. Umwelterziehung wird bereits in der Unterstufe durch biologisch dynamisch orientierten Gartenbau und der Bewusstseinsbildung um die Herkunft von Lebensmitteln und deren Zusammenhänge in der Produktion auch praktisch umgesetzt. Dies setzt sich bei den Schülern der Oberstufe fort durch u. a. mehrwöchige landwirtschaftliche Praktika. Den Jugendlichen bietet sich in diesem Kontext auch die Möglichkeit, innerschulisch ein eigenes Unternehmen im Bereich der Naturkosmetik („NaCos“) zu führen, mit allen dazu gehörigen Aufgaben, die für einen Betrieb erforderlich sind. Informationen, Projekttage und Vorträge rund um die Themenvielfalt umweltpolitischer und wirtschaftsökonomischer Zusammenhänge bilden einen zweiten Schwerpunkt innerhalb der Vernetzung der Projekte.

Am Beispiel der Indonesien-Ag an der Goetheschule erwerben sich Schülerinnen und Schüler Kenntnisse, wie sich Entwicklungszusammenarbeit - aus dem Kleinsten heraus - gestalten und ausweiten lässt. Die Indonesien-AG leistet diese Arbeit auf internationaler Ebene in Koordination mit der Nichtregierungsorganisation (NGO) LESSAN vor Ort und unterstützt in ihren Projekten die ärmste Bevölkerung im Karstgebiet Gunung Kidul in den Bereichen Bildung, Umwelt und Gesundheit.

Die Indonesien-AG war bereits im vergangenen Jahr einer der Gewinner des Wettbewerbes "Sei ein Futurist", ausgeschrieben von UNESCO und dm. Das mit dem Gewinn verbundene Preisgeld von € 1.000,- investierten die Mitarbeiter der Initiative in die Pflanzung von 3.000 Bäumen im Karstgebiet Gunung Kidul. Diese Bäume werden von dortigen Schülerinnen und Schülern in umliegenden Weilern kostenfrei an die Bevölkerung verteilt. Unter der Aufsicht und fachlichen Anleitung von LESSAN werden diese dann gepflanzt. Es handelt sich um fünf besondere Baumarten, die für die traditionelle Medizin in Indonesien von großer Bedeutung sind.

Informationen zur Weltdekade der UNESCO und Vorstellung der weiteren 85 Projekte unter dem Portal der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“: www.bne-portal.de.

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