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Mit Freude lernen Mit allen Sinnen besser begreifen Epochenunterricht-intensiv in ein Thema einsteigen Spielerisch Sprachen lernen- von Anfang an Das Künstlerische im Unterricht
Mit Freude lernen - ein Leben lang!
Wer Freude am Lernen hat, seiner eigenen Neugier folgen kann, lernt besser.Wer Wissen erwirbt, indem er selbst Erfahrungen macht, begreift nachhaltiger. Wer frühzeitig lernt, sich, sein Wissen, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten darzustellen, wird selbstbewusster.
Waldorfpädagogik unterstützt unter anderem wichtige kreative Prozesse bei den Schülerinnen und Schülern. Kreativität führt zu lebendigem Lernen, weckt Neugierde und befähigt dazu, kritisch und mit eigenen Ansätzen und Ideen sein Leben zu gestalten und auf zukünftige Anforderungen neue Lösungen zu entwickeln.
Das Erlernen sozialer Kompetenzen in einer möglichst stabilen Klassengemeinschaft von SchülerInnen mit verschiedenen Begabungen (Gesamtschule) ist ein weiteres Grundprinzip der Waldorfpädagogik.
An Waldorfschulen gibt es keine Notenzeugnisse (außer Abschlusszeugnisse). Die SchülerInnen erhalten am Jahresende von ihren KlassenlehrerInnen und FachlehrerInnen ein individuelles "Zeugnis", in dem die Lehrer über die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung der Schülerin/des Schülers berichten. Es entstehen so Beurteilung des Kindes, die weit aussagekräftiger sind und den ganzen Menschen in seiner Entwicklung einschließen.
An unserer Schule verliert kein Kind durch "Sitzen bleiben" ihre/seine KlassenkameradInnen. "Lernen" geschieht auf anderem Wege - unsere 800 Schülerinnen und Schüler zeigen Ihnen wie - besuchen Sie zum Beispiel unsere Infotage oder den Martinsmarkt an der Schule. An diesen Tagen bietet Ihnen eine Ausstellung von Schülerarbeiten die Gelegenheit, den Lernprozess der jeweiligen Klassenstufe wahr zu nehmen.
Mit allen Sinnen besser begreifen
Ärzte, Wissenschaftler und Pädagogen sprechen bei den heute Heranwachsenden vom Mangel an Bewegung, von der Zunahme an Haltungsschwächen, ja sogar vom Schwinden der Fähigkeit, Sinneseindrücke bewußt und selektiv wahr zu nehmen.
Künstlerisches Gestalten vom ersten Schuljahr an, das Umgehen mit Farbe und Form, die Auseinandersetzung mit Wachs, Ton, Holz, Metall und Stein, aber auch die Übungen zu Sprache, Melodie, Klang und Rhythmus wecken in den Schülern ein sicheres Gefühl für die Qualitäten in der Welt und führen durch schöpferisches Üben zu einer Stärkung der Willenskräfte, zu innerer Beweglichkeit und zu einem gesunden Selbstvertrauen.
Epochenunterricht – intensiv in ein Thema einsteigenIm Epochenunterricht werden Fächer mehrere Wochen lang durchgehend unterrichtet. So können die Schüler ganz in ein Themengebiet eintauchen, sich auf den Inhalt konzentrieren und sich mit ihm innerlich verbinden. Nach Abschluss der Epoche darf der bildhaft vermittelte Inhalt aus dem wachen Tagesbewusstsein in das schlafende Willensbewusstsein absinken.
In der nächsten Epoche steht der Inhalt – durch die Erinnerungskräfte geweckt – dem Heranwachsenden in verwandelter Form zur Verfügung und der neu aufzunehmende Stoff erweitert nun seinen Wissenshorizont. Die Inhalte "wachsen" so zu sagen mit den jungen Menschen.
Grundlage für den Epochenunterricht bildet die Orientierung der Lerninhalte an der Entwicklung des Kindes und ihre bildhafte Vermittlung sowie das ganzheitliche Ansprechen des Kindes und der rythmisch gegliederte Unterricht. Der Epochenunterricht bleibt auch in der Oberstufe erhalten, wobei die jeweiligen Fächer von den FachlehrerInnen unterrichtet werden.
Spielerisch Sprachen lernen ... wir beginnen damit in der 1. Klasse
Ab der 1. Klasse erlernen unsere Schülerinnen und Schüler die englische und französische Sprache. Singen, tanzen, Märchenspiele, Rollenspiele, Alltagsszenen, rezitieren im Chor und allein ... das sind die Inhalte des Fremdsprachenunterrichtes der ersten 3 Jahre an unserer Schule. Hier wird der Grundstein gelegt für Grammatik, Redewendungen werden erlernt, Sprachmelodien werden spielerisch aufgenommen und verinnerlicht. Am Ende der 3. bzw. zu Beginn der 4. Klasse beginnen die SchülerInnen mit dem Schreiben und Lesen der Sprachen und damit verbunden öffnet sich nun die Aufgabe der gezielten Erarbeitung der Grammatik.
In den darauf folgenden Jahren wird auch weiterhin großer Wert auf Poesie, Liedgut und Theater spielen gelegt und damit das Wesen der Sprache und das Hineinleben darin weiter gefördert und gefestigt.
Das Künstlerische im Unterricht
Das künstlerische Herangehen an ein Unterrichtsthema ermöglicht die Betrachtung des selben aus mehreren Perspektiven.
Mit „Künstlerisch unterrichten“ werden hier nicht die eigentlichen künstlerischen Fächer wie Malen, Plastizieren, Eurythmie, Musik u. a. gemeint, sondern es ist eine Methode, die für alle Fächer und für alle Klassenstufen gilt.
In den ersten Schuljahren ist der „bildhafter Unterricht“ das wesentliche Prinzip. Hier wird in jedem Unterrichtsfach der Lehrstoff auf eine Art und Weise mit den Schülern behandelt und gelehrt, dass das Wesenhafte und Gesetzmäßige des Themas anschaulich und in lebendigen, echten Bildern erlebt und verstanden werden kann.
Die LehrerInnen an der Waldorfschule vertiefen sich so bis in die Oberstufe hinein auf zweierlei Weise mit dem Lehrstoff: Auf der einen Seite werten sie in ihrer Vorbereitung den Stoff immer neu -wie lebendig, erlebbar und verständlich er sich darstellen lässt und bereiten diesen inhaltlich jedes Mal neu auf. Auf der anderen Seite "tasten" sie zeitgleich durch das Eingehen auf ihre/seine Klasse ab, wie die einzelnen SchülerInnen durch den neuen Stoff motiviert und interessiert werden und sich in ihrer biografischen Situation damit verbinden können.
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Momentan
28.+ 29. Januar 2011
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